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8 Jahreszeiten - Vivaldi meets Piazzolla Konzertkarten

8 Jahreszeiten - Vivaldi meets Piazzolla Termine hier im Vorverkauf

8 Jahreszeiten - Vivaldi meets Piazzolla

SA | 04.01.20 | 20:00 Uhr
PHILHARMONIE BERLIN | Kammermusiksaal
Herbert-von-Karajan-Str. 1 | 10785 Berlin


8 JAHRESZEITEN | VIVALDI MEETS PIAZZOLLA

MY Sounds Orchestra Vienna & Virtuosos Leopolis
Yury Revich | Violine & Leitung, Nachwuchskünstler des Jahres beim ECHO Klassik 2016

Antonio Vivaldi | Die vier Jahreszeiten
Astor Piazzolla | Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires

An diesem Abend werden im Konzert dem bekanntesten Werk Antonio Vivaldis, den Vier Jahreszeiten, die Vier Jahreszeiten von Buenos Aires Astor Piazzollas entgegengestellt, und damit ergeben sich: Acht Jahreszeiten. Nicht nur geographisch wird damit ein unterschiedliches Werk gespielt, sondern auch historisch. Liegen doch mehr als zweihundert Jahre zwischen diesen Kompositionen. Zuerst wird Vivaldis Werk die Vier Jahreszeiten erklingen, welches im Jahre 1725 veröffentlicht wurde. Danach werden in vier Violinkonzerten die Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter vertont. Mit diesem Thema wird dem Zuhörer ein geradezu außermusikalisches Programm vorgestellt. Diese Stücke laden in ihrer Assoziationsvielfalt zu unterschiedlichen Naturzuständen ein. Winde, Stürme, Gewitter und Vogelstimmen werden als Onomatopoesie vertont. Die jeweils dreisätzigen Violinkonzerte spiegeln ihrerseits auch Vivaldis Opern wider, da der zweite Satz als Arie erklingt. Auch wird die Liedform, beispielsweise im Herbst mit einem bäuerlichen Trinklied, genutzt, welches in die unterschiedlichen Tonarten transponiert wird. Der Schlusssatz dieses Konzerts erscheint als Caccia, als die Allegorie einer Jagd, welche mit einer anschließenden Fuge verbunden wird. Letztlich lädt der Winter durch unterschiedliche Spielweisen der Geiger, wie Pizzicato, zu weiteren atmosphärischen Vorstellungen ein.

Im zweiten Teil folgen Astor Piazzollas Vier Jahreszeiten von Buenos Aires, beziehungsweise die Cuatro Estaciones Porteñas. Der berühmte argentinische Bandoneonist und Komponist war der Begründer des Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tangos in Argentinien. Anstatt zum Tanzen scheint der Tango Nuevo eher zum kontemplativen Zuhören geeignet zu sein. Die vier unterschiedlichen Teile der Tango-Suite entstanden zwischen 1965 und 1970 und wurden von Piazzollas Quintett 1970 im Teatro Regina in Buenos Aires in einer Streicherbesetzung mit Klavier, elektrischer Gitarre und Bandoneon uraufgeführt. Piazzolla vermischt in seiner Suite den Tango Nuevo mit Einflüssen von Strawinski, Hindemith und Bartok und weitet die Stimmführung durch eine Jazzharmonie aus. Dank des russischen Komponisten und Arrangeurs Leonid Desyatnikov, welcher die Cuatro Estaciones Porteñas für Solovioline und Orchester neu arrangierte, treffen hier Vivaldi und Piazzolla aufeinander. Dazu werden in einem geographischen Spiel, beispielsweise in „Verano Porteño“ (Buenos Aires´ Sommer), Bezüge zu Vivaldis Winter hörbar. So unterschiedlich die beiden Zyklen auch sein mögen: Sie laden dazu ein, mit uns, an einem Abend ein Jahr zu verbringen.


2020-01-04 Berlin Kammermusiksaal Philharmonie | Tickets |