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Georg Nigl & Olga Pashchenko | Musikfest Berlin 2019 Konzertkarten

Georg Nigl & Olga Pashchenko | Musikfest Berlin 2019 Termine hier im Vorverkauf

Georg Nigl & Olga Pashchenko | Musikfest Berlin 2019

In Rihms Liedern führen Worte und Musik stets einen spannungsreichen Dialog. Georg Nigl und Olga Pashchenko umgeben dessen neues Werk mit Beethovens Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ sowie späten Liedern von Schubert.

Zum Gesang bewahrte sich Wolfgang Rihm ein unmittelbares, ungebrochenes Verhältnis. Auch dort, wo menschliche Stimmen nicht beteiligt sind, habe er es gern, „wenn es singt“. Vokalwerke vom Lied über Chorstücke und oratorische Werke bis zu den großen Opern nehmen in seinem Œuvre einen stolzen Raum ein. Den Liederzyklus „Vermischter Traum“, ein Kompositionsauftrag der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und Georg Nigl gewidmet, schrieb Rihm als erstes Werk nach schwerer Krankheit, wohl noch ehe die Geduldsprobe der Rekonvaleszenz ganz überstanden war. Er wählte Verse von Andreas Gryphius, dem Barockdichter, der im Zeichen einer Katastrophe, des Dreißigjährigen Kriegs, dichtete. Er nahm sie als Aufforderung, Fragen zu stellen und sich zu konzentrieren – auf das Wesentliche, wirklich Bewegende, ob er dies nun im Himmel, auf Erden oder am Abgrund fand.

In Rihms Liedern führen Worte und Musik stets einen Dialog, befragen, bezweifeln, tragen sich und korrespondieren wie zwei, die sich etwas zu singen und zu sagen haben. Georg Nigl und Olga Pashchenko umgeben das neue Werk mit Beethovens avanciertestem Liederzyklus, in dem man auch ein Selbstbekenntnis sah, und mit Liedern von Franz Schubert, die hinausblicken – dorthin, wo die Enge der Verhältnisse ihre Kraft verliert.


2019-09-09 Berlin Kammermusiksaal Philharmonie | Tickets |