Konzertkarten Online
 
 

Konzertkarten und Tickets für alle Events schnell und einfach online bestellen.

Home |  Alle Kategorien |  Rock & Pop |  Musicals |  Jazz & Blues |  Hard & Heavy |  Theater |  Klassik |  Eventreisen |  Tanz | 

Alle Städte |  Berlin |  Hamburg |  München |  Frankfurt a.M. |  Düsseldorf |  Stuttgart |  Köln |  Leipzig |  Hannover |  Bremen | 

 
 
Veranstaltungssuche

Suche nach Ort

Alle Staedte

Veranstaltungsorte

Neu im VVK

Top 10 Events

Sarah Connor - HERZ KRAFT WERKE - Sommertour 2020
AnnenMayKantereit - Live 2020
Trettmann - Live 2019
Seeed - Open Air 2020
AnnenMayKantereit & Freunde
Peter Maffay & Band
Udo Lindenberg - Live 2020
Dropkick Murphys
Feine Sahne Fischfilet - Wir haben immer noch uns! - Tour 2019
Santiano | MTV unplugged Tour 2020
Johannes Oerding - KONTUREN LIVE 2020
Duncan Laurence
Wincent Weiss - Irgendwie Anders Tour 2019
Xavier Naidoo
Lana Del Rey
Herbert Grönemeyer - Live 2019
Wanda - Ciao! Tour 2020
The Subways
SDP - Die Unendlichste Tour 2019
Christian Steiffen - Live 2020










Hier finden Sie Konzertkarten, Tickets und Eventreisen für Events in ganz Deutschland.




Impressum

 

Pierre-Laurent Aimard II | Musikfest Berlin 2019 Konzertkarten

Pierre-Laurent Aimard II | Musikfest Berlin 2019 Termine hier im Vorverkauf

Pierre-Laurent Aimard II | Musikfest Berlin 2019

Ein technisch und musikalisch herausforderndes Programm zeigt Pierre-Laurent Aimard in seinem zweiten Klavierabend: Schon Beethovens „Hammerklaviersonate“ verlangte von den Pianisten das Äußerste ab. Lachenmanns vielschichtige „Serynade“ erfordert darüber hinaus noch eine virtuose Pedaltechnik.

Was ist Größe in der Musik? Vor dem Verweis auf das Geistige sei festgehalten: Größe hat auch in der Tonkunst ein physisches Maß – Weite, Höhe, Umfang, Zeit, Dichte, Gewicht, Auftritt und Erscheinung. Als Ludwig van Beethoven seine B-Dur-Sonate op. 106 als große, gar als seine größte ankündigte (kein Ton war noch notiert), da meinte er alles: Keine andere aus seiner Feder ist länger, keine kompakter in Klang, Griffweise und Satztechnik, keine umfassender im Sinne der Genres, die sie umschließt – Symphonie, Arie, Lied, Chor, Tanz, Fuge. Und doch ist sie ganz und gar pianistisch konzipiert, erforscht und strapaziert: Klavierklang und Klavierspiel bis an die Grenzen, auch an die suggestiven. Zwischen den letzten Symphonien geschrieben, greift sie nach deren öffentlicher Bedeutung und Resonanz – aber als Klavierwerk, als Kundgabe des Einzelnen.

Ging es Beethoven um den Auftritt des Klavierklangs, so ging des Helmut Lachenmann in der „Serynade“ um dessen Erhaltung, denn physisch verflüchtigt sich der Klavierton schnell. Er kann weiterwirken, wenn man vor seinem Anschlag Tasten stumm drückt, die seinem Obertonspektrum entsprechen; man erhält dann zarte, farbige Resonanzfelder. Man kann das Haltepedal bedienen, das alle oder gezielt bestimmte Dämpfer aufhebt; dann verfließen die Impulsfolgen, oder es werden einzelne Klänge wie Skulpturen hervorgehoben. Man kann Töne und Klänge mehr oder weniger schnell repetieren. Die „Serynade“ fordert eine exzellente Manual- und Pedaltechnik –im sechsten der sieben Teile, dem Gipfel des Ganzen, auch virtuose Sensibilität für das instrumentale Innenleben.

Übrigens enthalten beide Großtaten sehr persönliche Widmungen. Mit dem Buchstaben, der in Lachenmanns Werktitel vom üblichen Begriff abweicht, beginnt der Vorname seiner Frau Yukiko Sugawara, der er das Werk zueignete. Auf den ersten Takt der „Hammerklaviersonate“ ließ Beethoven in einer Huldigungsmusik „Vivat, vivat, Rodolfo“ singen. Dem Erzherzog Rudolf von Habsburg widmete er sein Opus 106.


2019-09-06 Berlin Kammermusiksaal Philharmonie | Tickets |