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Steve Reich: Six Pianos Konzertkarten

Steve Reich: Six Pianos Termine hier im Vorverkauf

Steve Reich: Six Pianos

Entwickelt wurde das Projekt »Six Pianos« erstmals 2016 für das Festival »ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln« vom Kölner Label Kompakt unter der künstlerischen Leitung von Gregor Schwellenbach. Das Konzertprogramm umfasst die werktreue Aufführung von »Six Pianos« von Steve Reich durch ein eigens hierfür zusammengestelltes Ensemble renommierter deutscher und internationaler Pianisten sowie - zu Beginn des Abends - ausgewählte Eigenkompositionen, die von den beteiligten Pianisten für eine jeweils unterschiedliche Anzahl von Mitspielern konzipiert bzw. komponiert wurden. »Six Pianos« wurde bislang in der Kölner Philharmonie, der Bundeskunsthalle Bonn, dem RBB Funkhaus in Berlin, der Hamburger Elbphilharmonie sowie dem Teatra Nams "Juras Varti" in Ventspils, Lettland aufgeführt. Alle Konzerte waren ausverkauft.

Das namesgebende und damit zentrale Stück des Abends, »Six Pianos« von Steve Reich, komponiert im März 1973, war ursprünglich für alle verfügbaren Pianos eines New Yorker Klaviergeschäfts konzipiert worden, doch war der daraus resultierende Klang für Reich angeblich zu dicht. Daher beschränkte er sich auf sechs Klaviere, die in gutem Hörkontakt zueinander stehen. »Six Pianos« folgt mit seinen typischen Strukturen der sogenannten Minimal Music einer kurzen, rhythmisch-melodischen Figur und durchläuft dabei eine Reihe von Wiederholungen und Variationen, wobei die Musiker teils synchron, teils um einige Takte versetzt spielen - das sogenannte »Phasing«, eine für Reich typische Kompositionstechnik. Das einzelne Spiel geht auf in einer Art musikalischem Mandala, das den Hörer mit einer meditativen Spannung auflädt. Alle sechs Solisten, Gregor Schwellenbach, John Kameel Farah, Erol Sarp, Daniel Brandt, Paul Frick und Kai Schumacher, sind einer neuen Generation von Pianisten zugehörig, die sowohl klassisch ausgebildet sind, als auch einen ganz selbstverständlichen Umgang mit zeitgenössischer Pop- und Clubmusik pflegen - und die sich alle u.a. auf Steve Reich als einen zentralen Einfluß auf ihr Schaffen berufen.
2017 erschien auf dem Berliner Label FILM eine Aufnahme von »Six Pianos« in der Originalbesetzung Schwellenbach/Frick/Brandt/Sarp/Farah/Hauschka auf Vinyl/CD/Digital, ergänzt um Terry Rileys "Keyboard Study #1" auf der B-Seite.

Ein Projekt von:
Gregor Schwellenbach

Als Musiker an zwölf verschiedenen Instrumenten ist Gregor Schwellenbach meistens unterwegs, in verschiedenen Szenen von Pop bis zu Neuer Musik und zurück. Seine Kompositionen sind in Film und Fernsehen so gefragt wie in Theatern im ganzen Land.
Mit allen subkulturellen Wassern gewaschen und getarnt als genialer Dilettant zieht er im richtigen Moment allerdings doch gerne die Karte des an der Hochschule erlernten, klassischen Kompositionshandwerks. Des Weiteren hat er Elektronik für Performance-Spektakel programmiert, Werbemusik dirigiert, Hörspiele produziert und eine Oper über Zucker geschrieben. Seine Lust an subversiver Konzeptionalität, sein gnadenloser Spieltrieb und sein Mut zur eingängigen Melodie verbinden ihn mit der Musik des Kölner Labels Kompakt, deren vormals rein elektronische Tanzflur-Kracher er mit Bleistift in Partituren festgehalten und zu herzzerreißenden, polyphonen Studien umgeformt hat.

John Kameel Farah

John Kameel Farah führt seine Musik meist unter simultaner Verwendung von Klavier, Computer, Synthesizern und Elektronik auf. Seine Stücke sind Hybride aus Improvisation, Komposition und elektronischer Musik - beeinflusst durch Elemente früher und barocker Tastenmusik, Musik aus dem Nahen Osten, elektronischer Tanzmusik und elektro-akustischen Klängen.

Erol Sarp (Grandbrothers)

Die Grandbrothers machen kontemporäre Klaviermusik, die sehr von den experimentellen Größen des Genres, aber auch von neuer, elektronischer Musik geprägt ist, und stehen für eine erstaunliche Verbindung Analogem und Digitalem. Sie schaffen es, dass sich ein Flügel wieder aufregend und abenteuerlich anhört.

Daniel Brandt / Paul Frick (Brandt Brauer Frick)

Brandt Brauer Frick ist ein Techno-Projekt aus Berlin. Die Basis des Projekts bilden Klänge aus dem Instrumentarium der klassischen Musik, welche anfangs gesampelt, später in einem zehnköpfigen Ensemble auch live aufgeführt werden. Daniel Brandt hat zwei Solo-Alben auf dem renommierten Londoner Avantgarde-Label Erased Tapes (u.a. Ólafur Arnalds, Nils Frahm, Kiasmos, Peter Broderick) veröffentlicht.

Paul Frick studierte Komposition bei Friedrich Goldmann an der Universität der Künste Berlin und blieb dort bis 2008 als Meisterschüler. Paul Frick ist außerdem Produzent, DJ und Remixer und mit dem Berliner Label »Neue Meister« verbunden.

Kai Schuhmacher

Kai Schumacher nutzt seine klassische Ausbildung an der Folkwang-Hochschule Essen, um das scheinbar Unvereinbare zu vereinen: Der „Punk-Pianist“ (BR-Klassik) verwischt in seinen Konzerten die Grenzen von klassischer Avantgarde und Popkultur, ohne dabei in ausgetretenen Crossover-Pfaden steckenzubleiben. Ein Schwerpunkt in Schumachers Solo-Repertoire liegt dabei auf der amerikanischen Klaviermusik des späten 20. und des 21.Jahrhunderts. Mit „Beauty in simplicity“ (Neue Meister) veröffentlichte Schumacher 2017 sein Solo-Debüt mit Originalkompositionen und eigene Bearbeitungen für Klavier und „enhanced piano“zwischen Meditation und Manie. In Werken aus drei Jahrhunderten von Erik Satie, Steve Reich oder Moderat trifft Minimal Music auf ihre ästhetischen Wegbereiter und Epigonen aus Ambient, Techno und Postrock.


2020-04-15 Berlin Philharmonie Berlin | Tickets |
2020-05-18 Leipzig Gewandhaus zu Leipzig | Tickets |
2020-06-11 Köln Kölner Philharmonie | Tickets |